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Es gibt verschiedene Antworten auf die Frage, inwiefern das Herstellen eines Kunstwerks oder die Durchführung einer künstlerischen Aktion als Handlung zu verstehen ist. Dass etwas Künstler*innen antreibt, ist unbestreitbar. Wie dieser Antrieb jedoch philosophisch zu fassen ist—als Intentionalität, als Imperativ, als Trieb—, bleibt streitbar. 

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Heute, vor dem Hintergrund einer in Tiefe und Breite durchkapitalisierten Gegenwart und einer von allen Seiten anarchisch ausbrechenden Gewalt, ruft die Frage nach der Wirkung der Künste, gerade angesichts ihrer Wirksamkeit— ihrer Reichweite und Eingriffskraft—Ratlosigkeit hervor: im Kulturbetrieb, an den Hochschulen, in den sozialen Medien. Was kann künstlerische Responsivität bewirken, gegen was sperrt sie sich? 

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Unter den aktuellen Bedingungen stellen wir die Intentionalität und Wirkung der Künste zur Diskussion. Erstens versuchen wir philosophisch genauer das zu fassen, was einen künstlerischen Prozess in Gang setzt, seine Entfaltung trägt und ihm ein Ende gibt. 

 

Zweitens setzen wir die Intentionalität in den Künsten ins Verhältnis zu ihrer Wirkung. Im Spannungsfeld von künstlerischer Produktion, sozialer Situierung und geforderter politisch-ökonomischer Wirkmacht fragen wir, wie sich die Wirkungen der Künste aus kulturtheoretischen, kunsthistorischen und kunstsoziologischen Perspektiven beschreiben lassen. Lässt sich eine Kartografie künstlerischer Wirkungen im Verhältnis zur künstlerischen Intentionalität entwerfen? Und schließlich: Lassen sich aus der Analyse soziokultureller Rahmungen künstlerischer Wirkung Rückschlüsse auf die Intentionalität der Künste ziehen? 

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Die Tagung wird von der Artistic Action Study Group der Zürcher Hochschule der Künste veranstaltet, in Kooperation mit dem Forschungsbereich Kunstphilosophie und Kulturtheorie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und dem German Department der University of Chicago. 

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There are various answers to the question in what way the creation of a work of art or the execution of an artistic action can be understood as an act.

It is undeniable that something drives artists. However, how this drive can be understood philosophically—as intentionality, as imperative, as instinct—remains debatable.

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Today, against the backdrop of a deeply and broadly capitalized present and anarchic violence

erupting from all sides, the question of the impact of the arts, especially in view of their effectiveness—their reach and power of intervention—evokes perplexity: in the cultural sector, at universities, on social media. What can artistic responsiveness achieve, and what does it resist?

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Under the current conditions, we are putting the intentionality and the effect of the arts up for

discussion. First, we attempt to grasp philosophically what sets an artistic process in motion, carries its development, and brings it to an end.

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Second, we relate intentionality in the arts to their effect. In the field of tension between artistic production, its social situation, and the required political and economic impact, we ask how the effects of the arts can be described from cultural-theoretical, art historical, and sociological perspectives. Can a cartography of artistic effects be drawn up in relation to artistic intentionality? And finally: Can conclusions about the intentionality of the arts be drawn from the analysis of sociocultural frameworks of artistic impact?

 

The conference is organized by the Artistic Action Study Group at Zurich University of the Arts, in cooperation with the research area Art Philosophy and Cultural Theory at Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle and the German Department at the University of Chicago.

Tagung
Programme

Donnerstag 24.9.
Das Politische der Künste

​​9.00 Uhr​​

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9.30 Uhr​

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10.00 Uhr

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11.30 Uhr​​

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12.00 Uhr

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13.00 Uhr

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​​14.00 Uhr

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17.00 Uhr​​​

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18.30 Uhr​​​​​​

​Ankommen im Hörsaal 1

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​Begrüssung, inhaltliche Einführung

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Judith Siegmund (ZHdK)

Marita Tatari (BURG Halle)

Florian Klinger (University of Chicago)

 

 

Hörsaal 1

 

Keynote I (fr/de) 

Chair: Nadia Mazouz (ETH)

Übersetzung: Aisha Kadiri (ETH)

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Barbara Stiegler, Christophe Pébarthe (Université Bordeaux-Montaigne):

Théâtre et démocratie. Des effets de l’art

sur la constitution du dêmos 

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Kaffeepause

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Hörsaal 1 (en)

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Chair: Marita Tatari (BURG Halle)


Fabienne Liptay (UZH),

Liliana Gómez (Documenta Institut/
Universität Kassel):
Ecooperations: A Proposal for
Critical Ecologies in the Arts

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​Mittagspause

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Kaskadenfoyer

 

1. Panel (de) Chair:

Elke Bippus (ZHdK)

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Anna Pawlak (UZH):

Bildpraktiken der Drohung: Visuelle Sanktionierung als frühneuzeitliche Machtrhetorik

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Sebastian Mühl (ZHdK):

Kunst als Waffe: Zum Gebrauch und Missbrauch der Künste 

 

Anna Polze (JGU Mainz):

Einrichtung im Unbequemen.

Künstlerische Erforschungen des

«pOstdeutschen» bei Henrike Naumann

und Sung Tieu

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​​Losgehen zum Pavillon Le Corbusier

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​​Pavillon Le Corbusier (de)

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Moderation: Christian Brändle,

Direktor Museum für Gestaltung Zürich

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Gespräch in der Ausstellung Bauen für die Macht mit Kathrin Albrecht (FH OST) und Judith Siegmund (ZHdK):

Die Ästhetik des Totalitären​​

Hörsaal 1

 

2. Panel (en/de) Chair:

Susanne Schmetkamp (ZHdK)

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Sophia Prinz (ZHdK):

«Too soon to tell». Über relative Wirksamkeit

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Nils Röller (ZHdK):

Phantasie in der Isolationshaft 

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Florian Klinger (University of Chicago):

The Marked/Unmarked Contrast in Aesthetic Action​​​

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Freitag 25.9.
Intentionalität und Wirkung

​​10:30​​

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13.30 Uhr​​

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14.30 Uhr

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17.30 Uhr​​​

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18.00 Uhr​​​​​​

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19.15 Uhr

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20.00 Uhr

Hörsaal 1
 

1. Panel (en/de)

Chair: Florian Klinger

(University of Chicago)

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Marita Tatari (BURG Halle):

Die Eingriffskraft des Draußen. Kunstpraxis unter dem Druck totaler Generierbarkeit

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Clara Berlich (BURG Halle):

Läuternde Übergänge: Katharsis in der Krise

 

 

 

Cecilia Sjöholm (Södertörn University):

What is climate activism? On aesthetic interventions in the anthropocene

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Mittagspause

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Hörsaal 1

 

1. Panel (en/de)

Chair: Judith Siegmund (ZHdK)

 

Gianluca De Candia (KHKT):

Formativität als allelopoietischer Formgebungsprozess:

Luigi Pareysons Ästhetik und die Zweckmäßigkeit des Kunstwerks

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Vera Schamal (ZHdK):

Wirkung und Wirksamkeit: Künstlerisches Handeln zwischen Prozess und Produktion

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Alessandro Bertinetto (Università di Torino):

Habits and Aesthetic Agency

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Pause

 

 

Hörsaal 1

 

Keynote II (de) Chair:

Roland Meyer (UZH/ZHdK)

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Peter Jelavich

(Johns Hopkins University, Baltimore):

Wendepunkt documenta fifteen

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Pause

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​Conference Dinner

für geladene Gäste​

Kaskadenfoyer

 

2. Panel (de)

Chair: Vera Schamal (ZHdK)

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Simon Teune (FU Berlin),

Christian von Scheve (FU Berlin):

Feldtheoretische Perspektiven auf die Wirkung künstlerischer Interventionen

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Linn Burchert (ZI München):

Historische Vorbilder? Die Kunst- und Bildproduktion der britischen Suffragetten

zwischen Emanzipationsbestreben und konservativen Folgen 

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Enrico Hörster (ZHdK):

Wirkungsvolles Wissen? Eine Überlegung zu einer Anspruchshaltung

künstlerisch produzierten Wissens

Kaskadenfoyer

 

2. Panel (de)

Chair: Enrico Hörster (ZHdK)

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Nike Bätzner (BURG Halle):

Körper in Aktion. Zwischen Counter Culture und Markenzeichen

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Marie-France Rafael (ZHdK):

Gemeinsam handeln - gemeinsam wirken? Zur Intentionalität kollektiver Kunstproduktion

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Laura Rogalski (FU Berlin):

Situierte Vollzüge: Zur Hervorbringung von Wirksamkeitserwartungen in Praktiken künstlerischen Intervenierens

Samstag 26.9.
Gesellschaft und Demokratie

9.00 Uhr​​

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11.00 Uhr​​

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11.30 Uhr

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13.30 Uhr​​​

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14.30 Uhr​​​​​​​​​​

Hörsaal 1

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1. Panel (en/de)

Chair:  Florian Klinger (University of Chicago)

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Marina Naprushkina (Berlin):

We’ll never go back 

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Karen van den Berg

(Ruhr-Universität Bochum):

Größe, Wow-Effekte und die Managerialisierung der Kunstproduktion

 

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Kaffeepause

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Hörsaal 1

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​1. Panel (de) Chair:

Claudia Hummel (ZHdK)

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Mimmi Woisnitza (Leuphana):

«Die Kunst ist kein Ziel für sich»:

Research Creation, oder eine kuratorische Aktivierung der revolutionären

Theaterpraxis von Asja Lācis

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Christa Kamleithner (Zürich):
Spielräume: Kunst und Umwelt,

ca. 1950 bis 1970 

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Mittagspause (gemeinsamer Stehlunch)

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​Abschlussdiskussion (de/en)

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​​Ausklang der Tagung

Kaskadenfoyer

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2. Panel (de)

Chair: Dominique Raemy (ZHdK)

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Alexandra Hopf (HFBK Dresden):

Eingriffskraft der Künste: Künstlerisches Handeln als selbstermächtigende

und widerständige Praxis in der Kunsttherapie

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Florence Borggrefe (ZHdK):

Care Works. Intentionalität und Wirkung künstlerischer (Für-)Sorge

Kaskadenfoyer

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2. Panel (de) Chair:

Sebastian Mühl (ZHdK)

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Charlotte Silbermann (BURG):

«Hope is in complexity».

Installationen als ästhetische Möglichkeiten

verstrickter Welterfahrungen

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Friedrich Weltzien (Hannover):

Indigene Antifa? Siqueiros’ Praxis zwischen Produktionsästhetik und Militanz

ORT

Die Tagung wird von der Artistic Action Study Group der Zürcher Hochschule der Künste veranstaltet, in Kooperation mit dem Forschungsbereich Kunstphilosophie und Kulturtheorie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und dem German Department der University of Chicago.

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Organisation: Enrico Hörster, Vera Schamal, Susanne Schmetkamp und Judith Siegmund.

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Gestaltung: Alicia Godel

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